Druckmanagement

Ihre Vorteile
Das Druckmanagement von Trinkwassersystemen ist ein integraler Teil des Wasserverlustmanagements. Mit einem aktiven Druckmanagement reduzieren Sie die Wasserverluste um 65 Prozent und mehr. Wieviel Geld Sie damit sparen, können Sie auf  dem eigens dafür entwickelten Online-Rechner weiter unten ausrechnen.

Durch eine Nachtabsenkung lassen sich nicht nur die Wasserverluste minimieren sondern auch das Verteilsystem optimieren. In der Nacht belasten die höchsten Drücke das System – durch eine Druckabsenkung verringern Sie  das Berstrisiko was wiederum die Unterhaltskosten nachhaltig beeinflusst. Auch wird die Lebensdauer verlängert was die Gesamtkosten reduziert.


Das nebenstehende Diagramm zeigt in Funktion zu Zeit, die Reduktion des Wasserverlustes durch Druckabsenkung
(rot ausgezogene Linie)

Richtlinien und Empfehlungen
Dass ein Management der Verluste wichtig ist, zeigen auch die Normen verschiedenster nationaler und internationaler Organisationen und Zulassungsstellen. So existieren in Europa u.a. Richtlinien von der DVGW (W 392) oder des ÖVGW (W63). Global und führend in diesem Bereich ist sicherlich die IWA (International Water Association). In dieser Organisation befasst sich eine Gruppe von Spezialisten ausschliesslich mit diesem Thema.

Arten von Wasserverlusten

Quelle: IWA Wasserbilanz (nach LIEMBERGER, 2005b)

Berechnung der realen Wasserverluste
Um die Wasserverluste international vergleichbar zu machen existieren verschiedene Kenngrössen. Eine der einfachsten ist der Wasserverlust in % der Systemeinspeisung. Die Aussagekraft dieser Zahl greift jedoch zu kurz. Deshalb existieren derzeit verschiedene Kennzahlen. Allen gemeinsam sind der Einbezug der Netzlänge und die Anzahl angeschlossener Haushalte. Empirisch bewiesen ist die entscheidende Bedeutung der Versorgungshöhe (Druck). Gemäss IWA ist zudem die Länge von der Versorgungsleitung zum Hausanschluss massgeblich, da hier am meisten Leckagen auftreten. International hat sich deshalb der ILI als anerkannte Messgrösse durchgesetzt. Dieser vereint alle obengenannten Parameter.

Ursachen
Für Wasserverluste gibt es viele Gründe. Man unterscheidet zwischen sichtbaren und unsichtbaren Leckagen. Sichtbare Verluste wie Rohrbrüche oder grössere Leckagen lassen sich orten und beheben. Die unsichtbaren Verluste an Verbindungen oder kleine, nicht detektierbare Risse in Rohren sind jedoch für einen Grossteile der Verluste verantwortlich. Deshalb kommt dem Alter und dem verwendete Material der Rohrleitungen eine grosse Bedeutung zu. (siehe FAVD Grafik weiter unten).

Methoden des Wasserverlustmanagement
Um die realen Wasserverluste zu verringern stehen vier grundlegende Methoden zur Verfügung: Aktive Leckkontrolle, Geschwindigkeit und Qualität der Reparatur, Infrastruktur Management und das Druck-Management.

Einfluss des Druckmanagements auf die Wasserverluste
In der Forschung hat das vom Engländer John May 1994 präsentierter Druck-Wasserverlust Konzept (FAVAD) durchgesetzt. (Siehe Grafik) Wenn der Versorgungsdrucks (P0) zur Wasserverlustrate (L0) als Ausgangsbasis angenommen wird kann bei einem Druck P1 die  Wasserverlustrate L1, wenn N1 bekannt ist vorhergesagt oder aber abgeschätzt werden.

Tiefer Druck – hoher Nutzen - Produkte für das aktive Druckmanagement

Für ein optimales Druckmanagement bedarf es einer vorangehenden Analyse. Wenden Sie Sich dafür an einen Spezialisten vor Ort

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